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Kategorie: 
Sonstiges

Kurzstrecke Einzelfahrt zu teuer

Die Kosten für kurze Einzelfahrten sind viel zu hoch. 2€ für Fahrten von 1,2,3 Stationen sind zu viel. Für Gelegenheitsfahrer ist das sehr unattraktiv. Ebenso für Besucher, die mit dem Auto kommen und dann den Bus für eine kurze Fahrt nutzen möchten.

Toll wäre natürlich extrem günstiger oder kostenloser Busverkehr innerhalb einer eigenen Tarifzone, aber solche Konzepte traut sich wohl niemand. Hasselt und Talin sind Beispiele, die man mal googeln kann.

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So lange der ÖPNV teurer ist als das Auto (selbst mit Parkplatzkosten), wird wohl kaum jemand auf den ÖPNV umsteigen.

... und wohl für so manchen die Lösung wirklich jeden Mobilitätsproblems ist, sollte man die Argumente in Betracht ziehen. Der Herr oder die Dame hat eventuell einen Grund nicht mit dem Rad zu fahren, welcher auch immer das sein mag.

Das Argument, dass eine Hin- und Rückfahrt mit 4€ zu Buche schlägt, kann man nicht von der Hand weisen. Fahren Sie das zu zweit, sind das 8€ ... da wird die Parkplatzsuche schon ein bisschen dauern müssen, dass sie lieber 8€ zahlen statt mit dem Auto zu fahren ...

Nahverkehrskonzepte müssen m.M.n. insbesondere kurze Strecken extrem attraktiv machen, damit der Kopf eben nicht ins Rechnen gerät und man selbstverständlich mit dem Bus fährt. Das hiesige Tarifkonzept wirkt wie eine gewollte Belastung der Gelegenheitsfahrer, denn die 7-Tage-Mobi-Card rentiert sich da schon ab der 4. Einzelstrecke zu zweit wg. der Mitnahme. Das passt doch irgendwie nicht ...

Ganz ernsthaft: Vom Langen Johann zu den Arcaden gibt es eine bessere Alternative als Bus und Auto: DAS FAHRRAD! Selbst mit schlechter Kondition ist diese Strecke auch für ungeübte Radler machbar. Ich unterstelle mal, dass Sie in den Arcaden nicht ihren Wocheneinkauf incl. Getränke tätigen, weil dann wäre der Bus auch nicht das Verkehrsmittel der Wahl. Ansonsten nehme ich meinen Kommentar natürlich zurück.

Entschuldigen Sie mich, aber über die Idee, vom Langen Johann zu den Arcaden mit dem Auto zu fahren, muss ich wirklich schmunzeln :-) Bis man im Parkhaus einen Parkplatz gefunden hat, ist man in der Zeit die Strecke doch auch fast schon gelaufen. Aber mit schlechtem Gewissen an die Umwelt denken...

vielleicht eine Art Abend-Ticket: nach 19 h kann ich einen Einzelfahrschein bei Betriebsende beliebig oft nutzen (z. B. für die Rückfahrt nach dem Gaststättenbesuch).

Ich würde gerne der Umwelt zu Liebe mit dem Bus in Stadt fahren. Vom Langen Johann zu den Arcaden und zurück kostet das 4€. Für eine Stunde Parken zahle ich in den Arcaden 0,5€. Somit ist das Auto schon ab 1 Person die billigere Alternative. Traurig aber wahr. Die Lösung: Kurzstreckentarife!

Der Preis von 2 € für Schüler ab 14 Jahren für eine 1 km lange Strecke zur Schule, wenn das Fahrrad mal nicht benutzt werden kann ist m. E. auch sehr ambitioniert und in keinster Weise gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass die Schüler, die einen Schulweg ab 3 km Länge haben, völlig kostenfrei fahren können. Die Strafe fürs näher an einer fortführenden Schule wohnen?

Die Kosten für die Einzelfahrt von 2,- Euro für Erwachsene und 1,- Euro für Kinder sind viel zu hoch und rechnen sich gegenüber der Fahrt mit einem PKW nicht mehr (vorausgesetzt man hat einen). Ab 2 Personen ist es günstiger mit dem PKW in die Stadt zu fahren (auch unter Berücksichtigung der Parkhausgebühren). Wenn die Stadt Erlangen die volle Ausnutzung und Inanspruchnahme der Busse erhalten und erhöhen möchte ist eine Reduzierung der Preise unabdingbar.
Ausgenommen hiervon ist sicherlich das "Kirchweihticket", das sowohl vom Preis als auch von der Organisation der Busslinien sehr gut ist.

... und daher sind Auflade-Modell oder Handy-Payment sicher gute Ansätze für bequemeres bezahlen, billiger wird es gerade durch notwendige technische Einrichtungen aber nicht. Eher im Gegenteil.

Bei QR-Code, NFC, RFID, What-Ever-Tech ist zudem nur ein gewisser Nutzerkreis möglich. Den Hinweis, das Sie einer alten Dame oder einem Smartphone-Verweigerer dieses Modell dann auch "oldschool" anbieten müssen, gibt es auch geschenkt ;-)

@philip.maiwald: gute Idee! Oder eine Karte wie die Oyster Card in London. Die lädt man auf und beim einsteigen und aussteigen wird gescannt. Und passend Geld abgezogen.

Die Idee gibt es geschenkt: Abrechnung per Smartphone. Haltestellengenau. Ich scanne beim Einsteigen einen QR-Code, der im Bus auf einem Display angezeigt wird. Beim Aussteigen scanne ich wieder. Ich bekomme am Monatsende eine Rechnung. Das alles noch ohne Grundgebühr.

Interessant ist das Wiener Modell: die Jahreskarte wurde auf € 365,- vergünstigt, was dazu geführt hat, dass die Zahl der Abonnenten sprunghaft gestiegen ist (von 360.000 auf 580.00 Personen). Auch die Einnahmen der Verkehrsbetriebe sind gestiegen, allerdings muss in die Infrastruktur des ÖPNVs investiert werden (mehr Fahrzeuge, dichterer Takt). Wer eine Jahreskarte hat, nutzt sie auch, d.h. die Zahl der ÖPNV-Fahrten steigt, der Anteil des Autoverkehrs nimmt ab.

Abstufen nach Haltestellen ist eigentlich auch doof. Ich such mir ja nicht aus, dass der Bus auf meiner Strecke Umwege fährt und vielleicht noch an 7 oder 8 Haltestellen hält, obwohl die direkte Strecke grade mal 3 km sind.

Für eine Haltestelle 2 EUR zu zahlen verstößt ja schon fast gegen die guten Sitten. Staffelpreise oder einen extra Tarif für Fahren bis zu X Haltestellen wäre, wie bereits erwähnt, eine gute Option.
Eine andere Sache wäre auch eine Jahresflatrate nach dem Wiener Modell (1Tag = 1 EUR), aber dann mindestens ER/N/FÜ.

... und das Experimente scheitern können, ist ihre Natur. Darum macht man sie ja.

Wichtig scheint mir, dass man das Ziel nicht aus den Augen verliert, aber wenn das Ziel nur unter monetären Gesichtspunkten definiert wird, dann bestimmt halt dieses Denken den möglichen Spielraum.

Es gibt aber auch andere Ansätze als das Geld, die andere Ziele verfolgen. Vielleicht wird man ja auch in diesen Ansätzen fündig bei der Suche nach erstrebenswerten Zielen.

Aber wenn man nur Ökonomen fragt, muss die Antwort keinen wundern.

In Hasselt ist es trotzdem noch super günstig, nur von 18 - 65 wird gezahlt und dann auch nur 60 Cent. Und eine Stadtbahn bekommen sie auch.

In Hasselt zahlt man seit Anfang letztem Jahres wieder für den ÖPNV. Solche Experimente können also auch scheitern...

Man könnte auch abstufen, z.B. 0,5€ für 3 Haltestellen, 1€ für 6 Haltestellen, 1,5€ für 9 Haltestellen und 2€ ab 10 Haltestellen.